HPS Ausbildung 2019-2020 CHILI

Daniel Ruiz TCM-Dozent, Dipl. TCM-Therapeut in Akupunktur, Phytotherapie, TuiNa Chinesische Arzneien: « 生姜 , da geht was» «Die Ursachen von Krankheiten muss man individuell diagnostizieren. Zum Beispiel können unterdrückte Emotionen zu einem blockierten Qi-Fluss im Funktionskreis der Leber führen, wir nennen das eine Leber- Qi-Stagnation. Da empfehle ich 柴胡 , Chái Hú, die Wurzel des chinesischen Hasen- ohrs, Bupleuri Radix. Diese Wurzel entlüftet die Leber und lässt so das Qi wieder frei fliessen. Doch Vorsicht, sie wirkt wirklich stark. Von einer Selbstmedikation rate ich dringend ab, denn chinesische Arzneien werden nie als Einzelmittel verabreicht, sondern sind Bestandteil einer Rezeptur. Wenn es aber um eine scharfe, stark bewe- gende Arznei geht, weil nicht die Emoti- onen, sondern die ’Kälte’ das Qi blockiert, ist es vor allem 生姜 , also der Frische Ingwer, She – ng Jia – ng. Seine positiven Eigenschaf- ten werden auch bei Verdauungsbeschwer- den eingesetzt. Die durchschiessende und öffnende Wirkung macht das Yang durchgängig und vertreibt die Kälte mit dem Schweiss über die Hautporen. Da geht was.»

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